• Techniker, Teamplayer, Möglichmacher

    Amir Seyfi im Interview

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Amir, wie würdest du dich selbst vorstellen?

Mein Name ist Amir, ich komme aus dem Iran und lebe seit über zehn Jahren in Deutschland. Hier habe ich meinen Master abgeschlossen und bin seitdem geblieben – mittlerweile fühle ich mich in Frankfurt am Main, wo ich mit meiner Frau lebe, richtig zu Hause.

Was hat dich dazu bewegt, zu ReQonsult zu wechseln?

Als sich die Möglichkeit ergeben hat, zu ReQonsult zu wechseln, hat auf Anhieb vieles gepasst – die Rolle, die Ausrichtung auf ALM-Themen, die Art, wie das Unternehmen mit Kunden und Mitarbeitenden umgeht. Was mich besonders überzeugt hat: Der Eindruck aus den ersten Gesprächen hat sich in der täglichen Arbeit tatsächlich bestätigt.

Amir Seyfi in Berlin – unserem Hauptstandort

Amir Seyfi in Berlin – unserem Hauptstandort

Wie war dein erster Eindruck bei uns?

Was mir aufgefallen ist: die extrem flache Hierarchie. Es gibt keine langen Dienstwege – Kolleginnen und Kollegen aus allen Rollen, egal ob Senior Consultant oder Geschäftsführung, sind ansprechbar und helfen ohne Umwege. Das schafft ein Gefühl von echter Nähe. Besonders wichtig finde ich: Wenn man hier etwas anspricht, wird es nicht nur gehört, sondern führt auch wirklich zu Veränderungen im Arbeitsalltag. Man hat als Einzelner tatsächlich Einfluss darauf, wie zusammengearbeitet wird.

Was motiviert dich im Arbeitsalltag?

Am meisten motivieren mich die Kundengespräche und die Momente, in denen wir gemeinsam mit dem Kunden ein konkretes Problem lösen – dieser Moment, in dem eine komplizierte Anforderung plötzlich in eine funktionierende Lösung übersetzt wird. Vor-Ort-Termine beim Kunden mag ich besonders, weil man dort die Prozesse und Menschen direkt erlebt, nicht nur auf dem Papier. Und nicht zuletzt die Teamarbeit: gemeinsam an einer Lösung zu feilen, macht die Arbeit für mich erst richtig rund.

Über 20 Branchen

Über 20 Branchen

Unser Consulting erstreckt sich über diverse Branchen. Für jede dieser Industrien bieten wir spezialisierte Lösungen, die auf deren jeweiligen einzigartigen Herausforderungen und Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Was sind deine wichtigsten Aufgaben als ALM Consultant?

Meine Rolle ist sehr vielseitig. Im Kern geht es um Kundenberatung: Ich höre zu, verstehe die Herausforderungen und Prozesse des Kunden und übersetze das in konkrete Lösungsansätze. Dazu gehört auch, bestehende Prozesse zu hinterfragen und wo nötig anzupassen – nicht jeder Prozess, der historisch gewachsen ist, ist auch der beste. Auf der technischen Seite entwickle und programmiere ich Anpassungen und Erweiterungen, die genau auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind. Und am Ende eines Projekts ist mir auch das Training der Kunden wichtig – eine Lösung nützt nichts, wenn die Anwender sie nicht sicher bedienen können.

Was bedeutet Application Lifecycle Management für dich in einfachen Worten?

Für mich ist Application Lifecycle Management vor allem eines: die Landkarte, auf der man jederzeit sehen kann, wo eine Anforderung, ein Test oder eine Änderung im Entwicklungsprozess gerade steht – von der ersten Idee bis zum fertigen, ausgelieferten Produkt. Statt Informationen in E-Mails, Excel-Listen und den Köpfen einzelner Personen zu verstreuen, bringt ALM-Anforderungen, Entwicklung, Tests und Änderungen an einem Ort zusammen und macht nachvollziehbar, wie alles zusammenhängt. Vereinfacht gesagt: ALM sorgt dafür, dass ein Produkt nicht nur entsteht, sondern dass man auch später noch genau erklären kann, warum es so entstanden ist, wie es entstanden ist.

Amir auf dem Weg zu einem Kundentermin

Amir auf dem Weg zu einem Kundentermin

Welche typischen Herausforderungen siehst du bei ALM-Projekten?

Eine der größten Herausforderungen ist, dass ALM-Projekte selten nur ein Tool-Thema sind – sie berühren Prozesse, Organisation und oft auch eingefahrene Gewohnheiten der Mitarbeitenden. Widerstand gegen Veränderung ist deshalb ein ständiger Begleiter, gerade wenn Teams jahrelang mit anderen Methoden gearbeitet haben. Dazu kommt häufig eine gewachsene, historische Systemlandschaft mit Altdaten und Sonderfällen, die man sauber migrieren und in das neue System überführen muss, ohne Nachvollziehbarkeit zu verlieren. Und nicht zuletzt ändern sich Anforderungen während eines Projekts oft selbst noch, weil der Kunde erst im Laufe der Umsetzung merkt, was er wirklich braucht – hier ist Flexibilität in der Projektarbeit entscheidend.

Woran erkennt man ein erfolgreiches ALM-Projekt?

Für mich zeigt sich der Erfolg eines ALM-Projekts nicht am Abnahme-Termin, sondern danach: Nutzen die Anwender das System freiwillig und einwandfrei? Ist Rückverfolgbarkeit – wer hat was wann geändert und warum – tatsächlich im Alltag gelebt und nicht nur theoretisch möglich? Und lässt sich das System mit vertretbarem Aufwand an neue Anforderungen anpassen, wenn sich der Kontext beim Kunden ändert? Wenn das gegeben ist, war das Projekt nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich erfolgreich.

ALM Consulting

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Entdecken Sie Leistungen, die Ihre Produktentwicklung transformieren. Unsere Experten bieten tiefgreifende Beratung und maßgeschneiderte Lösungen für ein nahtloses Management von Anwendungslebenszyklen.

Wie gehst du vor, wenn Kundenanforderungen unklar sind?

Wenn Anforderungen unklar sind, fange ich nicht mit dem Tool an, sondern mit Zuhören und Nachfragen – oft steckt hinter einer vage formulierten Anforderung ein sehr konkretes Problem, das der Kunde nur noch nicht in Worte gefasst hat. Ich arbeite dann gern mit kleinen, greifbaren Schritten: lieber einen ersten Prototyp (MVP) oder Entwurf zeigen und Feedback einholen, als monatelang an einem perfekten Konzept zu feilen, das am Ende doch nicht passt. Wandel während des Projekts sehe ich nicht als Störung, sondern als normalen Teil der Arbeit – wichtig ist, dass man früh und regelmäßig validiert, statt erst am Ende zu merken, dass man aneinander vorbeigearbeitet hat.

Welche Rolle spielt Kommunikation für dich in komplexen Projekten?

In komplexen Projekten ist Kommunikation für mich fast wichtiger als die technische Umsetzung selbst. Ich übersetze ständig zwischen unterschiedlichen Sprachen – der technischen Sprache der Entwicklung, der Prozesssprache der Fachabteilung und den strategischen Erwartungen des Managements. Die meisten Probleme, die ich in Projekten erlebt habe, kamen nicht aus fehlendem technischem Können, sondern aus Missverständnissen, die früh entstanden und spät entdeckt wurden. Klare, regelmäßige Kommunikation verhindert genau das.

Amir begleitet ALM-Projekte u. a. in der Energiebranche

Amir begleitet ALM-Projekte u. a. in der Energiebranche

Was ist dir bei der Zusammenarbeit mit Kunden besonders wichtig?

Vertrauen und Ehrlichkeit stehen für mich an erster Stelle – auch mal zu sagen, dass eine gewünschte Lösung technisch keinen Sinn macht, statt einfach nur Wünsche abzuarbeiten. Genauso wichtig ist es mir, die eigentlichen Bedürfnisse hinter einer Anforderung zu verstehen, nicht nur die Anforderung selbst wortwörtlich umzusetzen. Und ich möchte, dass sich Kunden während des ganzen Projekts gut informiert und eingebunden fühlen, nicht nur bei Kick-off und Abnahme.

Welche Trends siehst du aktuell im Bereich PLM, ALM oder digitale Produktentwicklung?

Ich beobachte, dass die Grenzen zwischen ALM und PLM immer weiter verschwimmen – Kunden wollen durchgängige Nachvollziehbarkeit vom ersten Requirement bis zum fertigen Produkt, nicht nur innerhalb eines Tools, sondern über die ganze Toolkette hinweg. Gleichzeitig nimmt Automatisierung zu, etwa bei der Testabdeckung oder beim Requirements-Management, und KI-gestützte Funktionen halten zunehmend Einzug, etwa um Anforderungen zu analysieren oder Traceability-Lücken automatisch zu erkennen. Auch Cloud-Lösungen und modellbasierte Systementwicklung (MBSE) gewinnen deutlich an Bedeutung.

Project Updater: Neues Release

Release 2607

Mit dem Release 2607 unseres Polarion Project Updaters steuern Sie Polarion-Templates von der Erstellung bis zum Rollout. Damit werden neu zentrales Template-Management, klare Konfliktlösung und sichere Updates vereint.

Du hast Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Wie prägt dich das?

Dieser Hintergrund ist im Grunde die perfekte Vorbereitung auf ALM-Beratung. Durch die Produktionstechnik habe ich ein gutes Verständnis für reale Entwicklungs- und Fertigungsprozesse, durch die Systementwicklung ein Gefühl dafür, wie komplexe Systeme aus vielen Einzelteilen sauber zusammenspielen – und durch den wirtschaftsingenieurwissenschaftlichen Anteil den Blick dafür, dass jede technische Lösung auch wirtschaftlich und organisatorisch tragfähig sein muss. Genau an dieser Schnittstelle von Technik, Prozess und Wirtschaftlichkeit bewege ich mich heute in jedem ALM-Projekt.

Was reizt dich an der Schnittstelle zwischen Technik, Prozessen und Menschen?

Genau diese Vielseitigkeit. Kein Projekt gleicht dem anderen, weil sich Technik, Prozesse und die beteiligten Menschen immer neu kombinieren. Mich reizt es, ein technisches Problem zu lösen, aber genauso, zu verstehen, warum ein Team einen Prozess bisher auf eine bestimmte Art gelebt hat, und wie man Veränderung so gestaltet, dass Menschen sie mittragen statt sich dagegen zu sperren.

Amir im Supportgespräch mit einem Kunden

Amir im Supportgespräch mit einem Kunden

Welche Themen möchtest du weiter vertiefen?

Ich möchte mein Wissen im Bereich PLM in den nächsten Jahren gezielt ausbauen, gerade an der Schnittstelle zu ALM. Viele Kunden verwalten Anforderungen und Entwicklung in einem ALM-System wie Polarion, aber Stücklisten, CAD-Daten und Produktstrukturen in einem separaten PLM-System – die durchgängige Integration beider Welten ist ein Thema, das ich fachlich vertiefen möchte, weil ich dort in Zukunft viel Mehrwert für Kunden sehe.

Was möchtest du in deinen ersten Monaten bei ReQonsult bewegen?

In meinen ersten Monaten möchte ich vor allem die Qualität der Kundenkommunikation und -beratung weiter verbessern – noch klarer, schneller und verständlicher mit Kunden zusammenarbeiten, damit Anforderungen von Anfang an präziser erfasst und Lösungen noch passgenauer umgesetzt werden. Darüber hinaus möchte ich aktiv dazu beitragen, dass ReQonsult als Unternehmen weiter wächst und sich im Markt noch besser positioniert – sei es durch überzeugende Projektarbeit, die neue Kunden gewinnt, oder durch Ideen, die unsere Sichtbarkeit und unseren Ruf im ALM/PLM-Umfeld stärken.

Über Amir Seyfi

Amir Seyfi

Amir Seyfi ist ALM-Consultant bei ReQonsult und Experte für die Digitalisierung komplexer Entwicklungsprozesse. Mit fundierter Expertise in Siemens Polarion, im Requirements Engineering und Compliance-Themen verbindet er technische Tiefe mit einem klaren Blick für rückverfolgbare, skalierbare und zukunftsfähige ALM-Lösungen in anspruchsvollen Entwicklungsumgebungen.

Mehr über unsere ALM Consulting Leistungen erfahren Sie auf unserer Produktseite.

Amir kontaktieren

Sie möchten wissen, was Application Lifecycle Management für Sie machen kann? Ich freue mich, Sie persönlich zu ALM-Themen zu beraten und Ihnen zu zeigen, wie Sie Prozesse zukunftsfähig gestalten.

Amir Seyfi – ALM Consultant

Amir Seyfi – ALM Consultant

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